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„(m)orpheus traum“ › 12.05. - 03.07.2016

„(m)orpheus traum“ Die phantastische Welt der Illustration
Mattias Adolfsson I Joachim Brandenberg I Einar Turkowski I Isabel Seliger
Maki Shimizu
I Max P. Häring I Trickfilmklasse der Kunsthochschule Kassel

Eröffnung Donnerstag, 12. Mai 2016 um 19 Uhr
Einführung: Florian L. Arnold  Musik: Uwe Lange (git) Christian Krischkowsky (dr)
Maki Shimizu und Max P. Häring sind bei der Vernissage anwesend.

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So 15. Mai 20h30 Guitar Crusher + Ingo Illerdelta

So 22. Mai 11 -16 Uhr Internationaler Museumstag

Do 02. Juni 19:30 Uhr Führung und Gespräch mit Kurator Florian L. Arnold
anschließend Trickfilme aus dem Kasten

Do 30. Juni 19:30 Uhr Vortrag „Sie sollen nicht illustrieren!“
Dr. Gertrud Roth-Bojadzhiev, Augsburg (siehe hinten)

So 03. Juli 15 Uhr Finissage mit Film und Speis und Trank – Die Trickfilmklasse der Kunsthochschule Kassel zeigt frische Filme, erläutert ihre Arbeit und gibt Einblicke hinter die Kulissen.
vertreter der trickfilmklasse, isabel seliger und mattias adolfsson sind zur Finnissage anwesend.

geöffnet 13.05. - 03.07.2016

Sechs lllustrationskünstler aus Sigtuna (Schweden), Offenbach, Kiel, Berlin und Giengen sowie die Trickfilmklasse der Kunsthochschule Kassel zeigen in dieser vom Ulmer Künstler und Autor Florian L. Arnold kuratierten Ausstellung ein breites Spektrum an künstlerischen Ideen, Techniken und Ausdrucksformen.
Federzeichnungen, Skizzenbücher, digitale Zeichnungen, Tusch- und Graphitzeichnungen, Holzschnitte und andere Drucke, Trickfilme und Animationen sind hier zu sehen.
Lassen wir uns mitreißen vom Erfindungsreichtum der Künstlerinnen und Künstler, ihrer Fantasie und Originalität. Sie inszenieren Geschichten durch Licht, Schatten und Linie, halten der Gegenwart den Spiegel vor das Gesicht und lassen (scheinbar) Bekanntes in völlig neuem Licht erscheinen.

„Sie sollen nicht illustrieren!“ Die Illustrationskunst gilt immer noch ein wenig als Stiefkind innerhalb der Bildenden Kunst. Dabei haben große Künstler durch alle Epochen immer wieder auch als Grafiker für das Buch und andere Medien gearbeitet. Die Kunst der Illustration kennt Dr. Gertrud Roth-Bojadzhiev aus Augsburg bestens – als Dozentin an der Universität Augsburg beleuchtete sie diese Kunstform wie kaum ein anderer. Am Donnerstag, 30. Juni um 19:30 Uhr nimmt sie uns mit auf eine Entdeckungsreise zu einer mißverstandenen Kunst.

Mattias Adolfsson Sigtuna/Schweden
Mattias Adolfsson zeichnet wie ein Weltmeister – seine geistigen Väter sind ohne Frage William Heath Robinson, Charles Dubout und Moebius. Fantastische Welten und Figuren voller eigenwilliger Einfälle und Figuren. Seine Arbeiten wurden u.a. in New York und Schweden ausgestellt – und nun erstmals in Deutschland! Sein Buch „The second in line, from the sketchbooks of Mattias Adolfsson“ wurde 2014 in Schweden zum „schönsten Buch des Jahres“ gekürt. Im Künstlerhaus Ulm zeigt er Originale und Skizzenbücher.

Joachim Brandenberg Offenbach
Als Entdeckung in der Illustratoren-Szene gilt Joachim Brandenberg aus Offenbach. Mit „Tobisch“ (Jaja-Verlag) landete der geborene Günzburger einen Hit. Nach dem Trickfilmdebüt “Der Jäger und der Bär” arbeitete Brandenberg als Buch- und Medienkünstler. Sein Markenzeichen ist die Verknüpfung klassischer Techniken mit digitalen Medien. 2016 erscheinen seine Illustrationen zu Stefan Zweigs „Buchmendel“ (Topalian & Milani), die er im Künstlerhaus erstmals zeigt.

Max P. Häring Giengen
Max P. Häring bietet dem Betrachter ein wahres Füllhorn an altmeisterlich gezeichneten und gemalten Gegenwelten. Härings Inspirationsquellen sind oftmals literarischer Natur;
für seinen Zyklus zu Josef Conrads „Herz der Dunkelheit“ wurde er bei dem weltweit ausgerufenen britischen Zeichenwettbewerb „House of Illustration“ 2014 gekürt.
Härings Zeichnungen zu Werken von Thomas Pynchon bilden das Herzstück des zeichnerischen Werks und lassen den Betrachter ob ihres profunden Könnens staunen. Aus kleinsten Linien und subtil aufgebauten Kontrasten entstehen Bilder, die virtuos die Betrachterphantasie aufs galoppierende Musenross setzen.

Einar Turkowski Kiel
Einar Turkowski ist eine Ausnahmeerscheinung unter den jungen, deutschen Illustratoren, zeichnet er seine meisterhaften, filigranen Bilder doch ausschließlich mit dem Bleistift oder – neuerdings – auch mit dem Buntstift. Dabei gestaltet er magische Szenen voller überraschender Details in so vielen Schattierungen, dass der Betrachter vergisst, dass er es hier „nur“ mit Schwarz-Weiß-Zeichnungen zu tun hat.
Für sein erstes Buch „Es war finster und merkwürdig still“ – zugleich die Abschlußarbeit seines Studiums an der HK Hamburg in der Illustratorenklasse Rüdiger Stoye – bekam Turkowski den „Grand Prix“ der 21. Biennale der Illustrationen Bratislava 2007; seither sind zahlreiche Bücher von ihm publiziert worden.

Isabel Seliger Berlin
Isabel Seliger hat eine besondere Vorliebe für stille, epische Welten, die sie fein getuscht im Einzelbild oder in Serien inszeniert. Neben Illustrationen für Zeitungen und Magazine, sowie Beiträgen in Anthologien, erschienen bisher zwei Solopublikationen im Verlag Rotopolpress. Seliger studierte Illustration und Comic an der Kunsthochschule Kassel und machte 2014 ihren Master mit Auszeichnung. Seitdem lebt und arbeitet sie als freischaffende Illustratorin und Künstlerin in Berlin.

Maki Shimizu Berlin
1981 geboren in Tokyo. Mit einem Zitat von Picasso „Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit erkennen läßt“ fing sie ihre Reise in die bildende Kunst an und entschied sich, Künstlerin zu werden. In Japan studierte sie Freie Kunst mit Schwerpunkt Drucktechnik. Danach absolvierte sie ein Studium in Graphic Design an der FH Bielefeld. Seit 2006 arbeitet sie als Zeichnerin und Illustratorin in Berlin.

Trickfilmklasse Kunsthochschule Kassel
Die „Trickfilmklasse Kassel“ ist ein Teil des Studiengangs „Visuelle Kommunikation“ an der Kunsthochschule Kassel. Animation wird hier als künstlerische Ausdrucksform und als Kommunikationsmittel gelehrt.  Die Professoren Martina Bramkamp und Thomas Meyer-Hermann stellen, zusammen mit den künstlerischen Mitarbeitern Franka Sachse und Dennis Stein-Schomburg, ihre Lehrtätigkeit auf die Basis des klassischen Trickfilm-Handwerks. Von dieser Grundlage aus öffnen sie den Weg in die große Vielfalt moderner Animation bis zu experimentellen Techniken, interaktiven Erzählformen und digitaler Produktionsweise. Die Filme laufen im Fernsehen und auf Festivals rund um den Globus. Sie erhalten renommierte Auszeichnungen. Zwei an der Kunsthochschule produzierte Puppentrickfilme konnten je einen Oscar nach Kassel holen: „Balance“ von den Brüdern Lauenstein und „Quest“ von Tyron Montgomery und Thomas Stellmach.

noch was

Die Wissenschaft ist der Verstand der Welt, die Kunst ihre Seele.
Maksim Gorkij